Erhöhung der Entsorgungsgebühr in Aussicht

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Mit einer signifikanten Erhöhung der Utilization Fee schottet die russische Regierung den Markt für Landtechnik, Baumaschinen und andere für selbstfahrende Maschinen weiter ab.

Seit 2016 gibt es sie in Russland: die sogenannte Entsorgungsabgabe auf eine ganze Reihe von selbstfahrender Technik. Dazu gehören Straßenbautechnik, Landmaschinen, Stapler und Flurförderzeuge, Krane, Forstfahrzeuge, Sattelauflieger, Anhänger, Schneemobile und noch einiges mehr. Die Erhöhung, der ohnehin schon saftigen Gebühr, bewegt sich zwischen 0,5 und 60 Prozent je nach Segment und Motorleistung. Als grobe Regel gilt: Je stärker motorisiert die Technik, umso höher die Gebühr.

Je nach Segment bedeutet dies eine Preiserhöhung um Faktor 2 bis 3,5. So würde beispielsweise die Gebühr für einen Traktor mit 300 PS je nach Wechselkurs von aktuell ca. 11.000 auf 28.000 Euro steigen.

Was auf den ersten Blick nach Nachhaltigkeit und Umweltschutz aussieht, ist in der Sache handfester Protektionismus. Zwar zahlen sowohl ausländische als auch einheimische Hersteller diese Gebühr. Letztere erhalten aber in Form von indirekten Industriesubventionen eine Kompensation. Auch ist seit 2016 keine Entsorgungsinfrastruktur aufgebaut worden, die eine sachgemäße Entsorgung der Technik sicherstellen würde. Hinzukommt, dass viele der betroffenen Güter nicht Russland ihren Lebenszyklus beenden.

Ob sich diese Maßnahme günstig auf die Investitionen in moderne, umweltfreundliche Technik auswirkt, ist zweifelhaft, ebenso wie der Effekt auf die Wettbewerbsfähigkeit einheimischer Hersteller.