Zoll verlängert Frist bei Nachforschungsersuchen (Follow up)

Shutterstock

Die Zollbehörden kommen Unternehmen mit einer großzügigen Fristverlängerung für das Nachforschungsersuchen (Follow up) in der Ausfuhrabwicklung sehr entgegen.

Seit dem 24.04.2020 wird bei Ausfuhrvorgängen das Nachforschungsverfahren gem. Art 335 (1) UZK-IA bis auf Weiteres erst dann gestartet, wenn 300 Tage (statt bisher 90 Tage) nach Überlassung zum Ausfuhrverfahren die Nachricht einer Ausgangsbestätigung zu einem Ausfuhrvorgang nicht vorliegt. Liegt kein gültiger Alternativnachweis vor, so wird der Vorgang mit Ablauf des 360. Tages automatisiert für ungültig erklärt.

Bei Ausfuhrvorgängen, die vor dem 24.04.2020 überlassen wurden, wird weiterhin das Nachforschungsverfahren nach 90 Tagen gestartet. Die Antwortfrist beträgt für die elektronische Rückmeldung weiterhin 45 Tage.

Sollte innerhalb dieser Frist keine Antwort möglich sein, haben die Teilnehmer weitere 225 Tage Zeit, die Ausfuhr durch Vorlage eines Alternativnachweises bei der zuständigen Ausfuhrzollstelle nachzuweisen.