Brexit und Präferenzen

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Nachdem das britische Parlament dem ausgehandelten Austrittsabkommen zugestimmt hat, wird Großbritannien am 01. Februar 2020 die EU verlassen - präferenzrechtliche Auswirkungen beim Brexit sind noch nicht klar.

Nachdem das britische Parlament dem ausgehandelten Austrittsabkommen zugestimmt hat, wird Großbritannien am 01. Februar 2020 die EU verlassen.

Das Austrittsabkommen sieht eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020 vor, in der es aus zollrechtlicher Sicht im Handel zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU-27 zu keinen Änderungen in den bilateralen Beziehungen kommt. Nach dem Austritt sollen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien erfolgen, wobei die Ausgestaltung eines präferenziellen Handelsabkommens noch völlig offen ist.

Wie aus der Sachstandsmeldung der deutschen Generalzolldirektion vom 20. Januar 2020 zu entnehmen ist (Link: https://www.zoll.de/Brexit Sachstand.html), besteht hinsichtlich des Bereiches Warenursprung und Präferenzen keine eindeutige Aussage bzw. Regelung zu folgenden Aspekten:

  • Präferenzieller Ursprungsstatus von Waren aus dem Vereinigten Königreich oder entsprechende Vorleistungen
  • Ausfertigung oder Anerkennung von Lieferantenerklärungen
  • Behandlung von Ausfuhren in bzw. Einfuhren aus präferenziellen Partnerländern, die über das Vereinigte Königreich erfolgen.

Wir bemühen uns derzeit intensiv, entsprechende Informationen von der EU-Kommission zu erhalten, wie ab 01. Februar 2020 zu verfahren ist. Sobald uns entsprechende Informationen vorliegen, werden wir unverzüglich entsprechend informieren.