Small Ticket Plattform HandEX erweitert Optionen

Shutterstock

Ein junges Fintech aus Hamburg unterstützt hermesgedeckte Exportfinanzierungen – Bestellerkredit und Forfaitierungen – bereits für Auftragswerte ab 100.000 € und verspricht eine möglichst einfache digitale Abwicklung für deutsche Unternehmen.

In den Bereich “Small Ticket” Exportfinanzierung kommt Bewegung. Das Startup Unternehmen HandEX bietet In Zusammenarbeit mit einer deutschen Bank und Euler Hermes die Finanzierung und staatliche Absicherung von Exportgeschäften. Euler Hermes bearbeitet im Auftrag des Bundes die staatlichen Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen).

Das Unternehmen stellt folgende Vorteile in Aussicht:

Deutsche Exporteure bzw. ihre internationalen Käufer erhalten auf Basis weniger Informationen indikative Angebote inklusive konkreter Zahlungspläne. Nach bestätigtem Interesse des Bestellers und kursorischer Prüfung der Unterlagen übernimmt HandEX die Antragstellung für deutsche Exporteure für die staatlichen Exportkreditgarantien (s.g. Hermesdeckungen). Dabei kann der deutsche Exporteur über die HandEX-Plattform stets den Fortschritt verfolgen. Nach erfolgter Prüfung und Deckungszusage erfolgt die digitale Signatur der Kreditverträge (Forfaitierung oder Bestellerkredit). Bei Versand bzw. Betriebsbereitschaft werden Nachweise wie Lieferscheine oder Abnahmeprotokolle über die Plattform bereitgestellt und die finanzierende Bank zahlt an den deutschen Exporteur aus. Alle relevanten Dokumente werden übersichtlich archiviert.

Welche Vorteile hat der Exporteur?

Im Vordergrund der Digitalisierung durch HandEX steht eine möglichst einfache Abwicklung für deutsche Exporteure und deren Besteller. Dies wird beispielweise durch einen digitalen ”Know Your Customer” (KYC) Prozess inklusive der Möglichkeit sich per Video identifizieren zu lassen oder die Option Verträge digital mittels DocuSign zu unterschreiben ermöglicht. Zudem kann der Besteller zu dem HandEX Portal eingeladen werden, um selbst Daten und Dokumente beizubringen. Dies reduziert den Aufwand für deutsche Unternehmen und deren Besteller.

Nicht nur die deutschen Lieferanten, sondern auch die Importeure können in Zusammenarbeit mit Exporteuren den Antrag initiieren. Dies betrifft vor allem Bestellerkredite.

Besonders hervorzuheben ist, dass HandEX grundsätzlich alle Geschäfte mit einem Auftragswert zwischen €100 Tsd. und €5 Mio. evaluiert und eine Finanzierung ermöglicht, vorausgesetzt die Bonität des Bestellers ist ausreichend.

Was sind die Voraussetzungen für eine Exportfinanzierung von HandEX?

Voraussetzung für eine Finanzierung ist eine flankierende staatliche Exportkreditgarantie sowie

  • Auftragswerte zwischen €100 Tsd. und €5 Mio.
  • Ware deutschen Ursprungs (mindestens 51%)
  • Export in ein Nicht-EU und Nicht-OECD Land (Ausnahmen Mexiko, Israel, Chile)

Wieviel Fachwissen ist erforderlich und wie funktioniert die Schnittstelle zu Euler Hermes?

Kunden werden auf der nutzerfreundlichen Plattform Schritt für Schritt durch den Antragsprozess geführt. Fachwissen ist dafür kaum erforderlich. Bei Problemen oder Fragen ist dennoch immer ein individuelles Gespräch mit einem HandEX-Mitarbeiter möglich.

Insbesondere für KMUs, die noch nicht mit dem Absicherungsinstrument gearbeitet haben, stellt dies eine besondere Chance dar ein Absatzförderungsinstrument zu etablieren. Auch die Abstimmung mit Euler Hermes übernimmt HandEX für den deutschen Exporteur auf Basis einer Vollmacht (optional), um so den Aufwand auf Seiten des Exporteurs zu minimieren. Hierbei nutzt HandEX die neue digitale Schnittstelle von Euler Hermes, um Anträge sicher in das Kundenportal myAGA einzuspielen (siehe Hermes Website). Parallel ist HandEX mit der finanzierenden Bank über eine technische Schnittstelle verbunden. Durch die enge digitale Verknüpfung der Exportabsicherungs- und Finanzierungsprozesse wird die Bearbeitungszeit deutlich reduziert und Exporteure erhalten Absatzfinanzierung und Absicherung aus einer Hand.

Wer steht hinter HandEX?

HandEX ist ein Startup-Unternehmen mit Sitz in Hamburg, welches seit März durch den Venture Capital Fond High-Tech Gründerfonds (HTGF) – an dem auch das BMWi und die KfW beteiligt sind - sowie Privatinvestoren finanziert ist. Die Gründer von HandEX haben zuvor Erfahrungen im Bereich FinTech und Venture Capital gesammelt und setzen diese ein, um Ihre Mission voranzutreiben, der führende “digital-first” Exportfinanzierungspartner für Small Tickets zu werden.

Website: www.handex.de

Persönlicher Ansprechpartner: Patrick Kupitz, Geschäftsführer, patrick@handex.co,
+49 (0) 309 203 830 442