Hermesdeckungen für China flexibler

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Die staatliche Hermesdeckung setzt im Chinageschäft nicht mehr generell Akkreditive voraus, aber in vielen Fällen bleiben L/C´s unverzichtbar.

Ohne Akkreditive ging im hermesgedeckten Chinageschäft lange nichts. Anfang 2019 hat die staatliche Hermesdeckung die Anforderungen gelockert. Mit staatlichen Exportkreditgarantien können nun auch Kredite auf „Corporate Risk-Basis“ versichert werden, wenn die Bonität des Bestellers ausreichend ist. Bis dato waren Banksicherheiten (Akkreditive) für Hermesdeckungen obligatorisch – unabhängig von der Bonität des Bestellers. Die andere Änderung betrifft den Rechnungslegungsstandard. Bei der Bilanzanalyse werden künftig auch Abschlüsse akzeptiert, die nach dem neuen chinesischen Rechnungslegungsstandard (CAS/ASBE) erstellt und von einer renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testiert wurden.

Dadurch hat sich die Zahl der hermesgedeckten Bestellerkredite für China erhöht. Es handelt sich nach wie vor um Einzelfälle zumal China die Auslandsverschuldung strikt kontrolliert und solche Kreditverträge bewilligt werden müssen. Zwei Deckungen sind für China immer noch von besonderer Bedeutung, zum einen die Risikoabsicherung insbesondere für Großanlagen, zum anderen die Absicherung kurzfristiger Zahlungsziele.

Offizielle Informationen finden sich unter https://www.agaportal.de/laenderinfo/land/china