Kenia – Chancen für deutsche Maschinenbauer

Kenia ist die größte Volkswirtschaft Ostafrikas und erreichte 2018 nach Angaben der Weltbank ein BIP in Höhe von 89 Mrd. US-Dollar.

Kenia ist die größte Volkswirtschaft Ostafrikas und erreichte 2018 nach Angaben der Weltbank ein BIP in Höhe von 89 Mrd. US-Dollar. Die Wirtschaft ist stark von der Landwirtschaft bzw. Agrarindustrie geprägt. Das Land exportiert fast überwiegend Agrar- und Gartenbauprodukte (ca. 42 Prozent aller Ausfuhren).

Die kenianischen Exporte, die 2016 noch einen Wert von 5,7 Mrd. US-Dollar erreichten, sind 2018 auf 6,3 Mrd. US-Dollar gestiegen.

Auch wegen der Steigerung der Exporte konnte die kenianische Volkswirtschaft auf Wachstumskurs gehalten werden. Die Weltbank prognostizierte für das Jahr 2018 ein Wachstum in Höhe von 6,0 Prozent und auch für das Jahr 2019 rechnet die Weltbank mit einem Wachstum von rd. 5,9 Prozent.

Insgesamt ist die kenianische Wirtschaft von großen, staatlichen Infrastrukturprojekten geprägt, der Anteil der Privatwirtschaft ist recht gering und konzentriert sich vor allem auf den Handel.

Die wichtigsten deutschen Exportgüter waren 2018 Maschinen im Wert von 96 Mio. Euro (27,6 Prozent), chemische Erzeugnisse sowie Elektrotechnik. Bei den Exporten aus Kenia dominieren Nahrungsmittel (insbesondere Tee) sowie Gartenbauprodukte.

In den vergangenen Jahren konnte Deutschland seine Gesamtexporte nach Kenia kontinuierlich steigern.

Kenia ist in Subsahara-Afrika der drittwichtigste Absatzmarkt (96 Mio. Euro im Jahr 2018, + 4,8 %) für deutsche Maschinenbauunternehmen. Auch die Exporte deutscher Maschinen und Anlagen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Hierbei sind die wichtigsten Maschinenbereiche Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Druck- und Papiertechnik sowie Fördertechnik. Deutschland ist mit einem Anteil vom rund 10 % der drittwichtigste Maschinenlieferant Kenias nach China und Indien.

Das Bestreben der kenianischen Regierung, die Privatwirtschaft weiter zu stärken und zu diversifizieren, bietet insbesondere Herstellern von Investitionsgütern gute Chancen im Land.

 

Erfolgreiche KITE 2019

Eine gute Möglichkeit, Ihre Produkte und Dienstleistungen „Made in Germany“ potenziellen Kunden und Partnern aus Kenia und der gesamten Region Ostafrika vorzustellen bot der Deutsche Gemeinschaftsstand auf der Kenya International Trade Exhibition 2019, die Anfang August 2019 in Nairobi standfand.

Unter dem Dach der KITE fanden die Teilmessen Foodagro Africa, PPP Plastics, Printing, Packaging Africa, Indusmach Africa, Medexpo Africa sowie erstmals die Fashexpo Africa statt.

Neben den deutschen Ausstellern waren vor allem Aussteller aus der Türkei und Indien prominent vertreten.

Insgesamt konnten rund 5.500 Fachbesucher begrüßt werden.

Die KITE 2020 wird vom 18. bis 20.11.2020 in Nairobi stattfinden, auf Antrag des VDMA ist wieder ein Deutscher Gemeinschaftsstand geplant.

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