Ukrainische Industrie investiert

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Zusammen mit Usbekistan gehört die Ukraine zu den Ländern in der GUS Region mit den größten Zuwächsen im bilateralen Handel mit Deutschland. Besonders positiv entwickeln sich die Maschinenexporte.

Der deutsch-ukrainische Handel konnte im ersten Halbjahr 2019 um 8,2 Prozent zulegen. Die Exporte aus Deutschland in die Ukraine legten dabei um 7,3 Prozent zu. Noch besser schnitten die Deutschen Maschinenexporte in die Ukraine ab. Diese stiegen um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Dieses Wachstum ist breit aufgestellt, wird nicht wie in der Vergangenheit so häufig allein aus den Landtechnikexporten generiert. Im Gegenteil, gerade die Landtechnik, legt erst einmal eine Wachstumspause in der Ukraine eine. Die Exporte in diesen Sektor gingen um 18 Prozent zurück.

Ausblick positiv

Das ist insgesamt ein Indikator dafür, dass die Ukraine sich trotz des Konflikts in Donezk und Lugansk und auch im Superwahljahr 2019 langsam erholt. Das BIP wird wie im vergangenen Jahr etwas 3 Prozent betragen. Davon kann man auch für die kommenden Jahre ausgehen.

Auch die anderen wirtschaftlichen Indikatoren weisen in die richtige Richtung, was der neuen politische Führung Rückenwind gibt, die wirtschaftliche Entwicklung mit ambitionierten Reformen zu beschleunigen.

In diesem Zusammenhang sind die Verhandlungen mit dem IWF über ein mehrjähriges Programm sehr positiv zu bewerten. Es geht hierbei nicht alleine um weitere Kredite, sondern auch um eine glaubwürdige Verankerung der Reformagenda, die sowohl für die weitere wirtschaftlich und politische Entwicklung der Ukraine selbst als auch für die internationalen Stakeholder sehr wichtig ist.