Ukraine auf dem Weg zum freien Kapitalmarkt

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Im Juni und Juli hat die Ukrainische Nationalbank (NBU) wichtige Lockerungen beim Devisenrecht durchgesetzt. Obergrenze für die Rückführung von Dividenden und die Begrenzung der Finanzierung ausländischer Repräsentanzen werden abgeschafft.

Im Rahmen der angestrebten Währungsliberalisierung hat die Nationalbank der Ukraine in diesem Jahr eine Reihe von administrativen Einschränkungen aufgehoben, die ukrainische und ausländische Unternehmen und Investoren in ihrer Geschäftstätigkeit stark einschränkten.

So wurde endlich, nach zahlreichen Beschwerden aus der Wirtschaft, die Grenze für die Finanzierung der eigenen Auslandsvertretungen aufgehoben. Bisher war der Geldtransfer an ausländische Vertretungen auf eine allgemeine Obergrenze für juristische Personen für Investitionen im Ausland von 2 Millionen Euro pro Jahr gedeckelt.

Allerdings sind ukrainische Unternehmen, die Überweisungen an eigenen Auslandsvertretungen tätigen wollen, verpflichtet die Notwendigkeit solcher Transaktionen nachzuweisen. Damit soll das Risiko eines Kapitalabflusses weiter minimiert werden.

Rückführung von Dividenden uneingeschränkt möglich

Wichtig zur Verbesserung des Investitionsklimas ist die Abschaffung aller Beschränkungen für die Rückführung von Dividenden. Am 10. Juli unterliegt das Geschäft mit ausländischem Kapital nicht mehr der Obergrenze von 12 Mio. Euro pro juristischer Person für die Übertragung von Dividenden ins Ausland oder auf ausländische Konten in der Ukraine.

Ein nächster wichtiger Schritt zum angestrebten freien Kapitalverkehr ist die Aufhebung der Anforderung, dass Unternehmer 30 Prozent ihrer eingehenden Fremdwährungserlöse auf dem Interbanken-FX-Markt verkaufen müssen. Seit dem 20. Juni 2019 entfällt diese Verpflichtung.

Die Ukrainische Nationalbank (NBU) hat in diesem Jahr bereits 30 Devisenmarktbeschränkungen aufgehoben, bzw. angepasst.

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