Studie: „Rejection rate“ im Auslandszahlungsverkehr steigt

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Die Zurückweisung von Akkreditiv-Avisen und Zahlungsaufträgen hat deutlich zugenommen, und wird international von WTO und ICC diskutiert.

Laut einer Befragung von Banken und Unternehmensvertretern durch BNY International und ICC sehen 53% aller lokalen Banken im Vergleich zu globalen Banken erhöhte Ablehnungsraten bei der Anfrage von Handelstransaktionen, ein Indiz für den Rückgang anerkannter Korrespondenzbanken. Die Daten stammen aus dem Zeitraum April 2018 bis Januar 2019. Die wichtigsten Gründe seien fehlende KYC Daten bzw. mangelnde Erfüllung der Compliance Anforderungen oder eine schlechte Bonität bzw. fehlende Finanzdaten der Banken.

„Trade finance gap“

Die Lücke in der Handelsfinanzierung beschäftigt auch die WTO, die darin ein wesentliches Hindernis für den Export der Entwicklungsländer sieht. Viele Marktteilnehmer halten eine Überarbeitung der Regularien und die Anwendung von neuen Technologien für erforderlich. Einfache Lösungen stehen aber nicht auf der Agenda, so der der Bericht von GTR https://www.gtreview.com/news/global/new-industry-survey-shows-surge-in-trade-finance-rejections.

Wie sieht es für VDMA-Mitglieder aus?

In der Praxis sollte man zwischen Finanzierungsengpässen für Auslandskunden und fehlende Banken für die Transaktion unterscheiden.  Die Anzahl der Korrespondenzbankbeziehungen ist weltweit stark rückläufig, bestätigt der Bankenverband in einem Positionspapier zur Zukunft der Außenhandelsfinanzierung. Weiterhin verweist der Bankenverband auf Auflagen zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung, sowie extraterritoriale Sanktionen. Aus der Sicht von Mitgliedern bleibt die Handhabung der Compliance durch Banken vielfältig und wenig transparent.