Eurasische Wirtschaftsunion treibt Zusammenarbeit voran

Intensivere Zusammenarbeit zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und der EU in der technischen Regulierung soll zur Harmonisierung der Marktzugangsbedingungen im Maschinen- und Anlagenbau beitragen.

Anfang November trafen sich in Minsk Vertreter der Bundesregierung (Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, BMWi), der Eurasischen Wirtschaftskommission und Vertreter der deutschen Wirtschaft, um über aktuelle Themen wie die Harmonisierung von Normen und Standards und die Implementierung des einheitlichen Zollkodex innerhalb der EAWU zu diskutieren. Auch der VDMA unterstützt die Aktivitäten zur weiteren Harmonisierung der Marktzugangsbedingungen in den Märkten.

Am weitesten fortgeschritten ist die wirtschaftliche Integration bislang bei der technischen Regulierung und beim Zoll. Im Hinblick auf den Außenhandel rüstet sich die EAWU zum Aufbruch und steht aktuell mit mehreren Staaten in Verhandlungen zu Freihandelsabkommen. Ambitionierte Pläne gibt es auch für die digitale Transformation: Diese soll für den Wirtschaftsraum der EAWU mit einem dreistufigen Programm bis 2025 abgeschlossen sein.

An einer Harmonisierung von Normen und Standards mit der Europäischen Union ist der Eurasischen Kommission besonders gelegen. Die EU ist nicht nur direkter Nachbar, sondern auch der größte Handelspartner der EAWU.

Der Verlauf der Gespräche zeigt allerdings auch, dass die EAWU noch beträchtliche interne Hürden überwinden muss. Besonders das Vertrauen der nationalen Institutionen der jeweiligen EAWU-Partnerländer ineinander muss in der noch jungen Union entscheidend gestärkt werden. „Ohne gegenseitiges Vertrauen wird es nicht funktionieren“, brachte es Lili Maksudjan, Direktorin des Departements für technische Regulierung und Akkreditierung der Eurasischen Wirtschaftskommission, in Minsk auf den Punkt.

Sowohl die TRs als auch der seit 1. Januar 2018 geltenden gemeinsame Zollkodex kommen jetzt bei der Eurasischen Kmmission auf den Prüfstand. Unternehmen werden ausdrücklich aufgefordert, sich mit ihren Erfahrungen und Vorschlägen an der Diskussion zu beteiligen.

Die Eurasische Wirtschaftsunion ist 2015 angetreten um für bislang fünf Mitgliedsländer (Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgistan und Russland) einen gemeinsamen Binnenmarkt zu schaffen, der den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Personen sichern soll.

Write your text here