Politische Spannungen zwischen Deutschland und Arabischen Staaten

Rückmeldungen aus dem Mitgliederkreis zeigen, dass sich die politischen Spannungen zwischen einigen Arabischen Staaten und Deutschland auf die direkten Wirtschaftskontakte bisher offenbar kaum auswirken. Jetzt hat Saudi-Arabien verschärfte Maßnahmen angekündigt.

Die Umfrage unter Mitgliedsunternehmen in der KW 10 hat gezeigt, dass die VDMA-Mitglieder bisher keine Auswirkungen mitbekommen haben. Während einer Delegationsreise nach Saudi-Arabien, die im Rahmen eines Programms des Bundeswirtschaftsministeriums stattgefunden hat, wurden allerdings die Termine mit staatlichen Stellen und einem Staatsunternehmen ohne Begründung abgesagt. Kontakte mit einem anderen staatlichen saudischen Unternehmen haben die Vermutung bestärkt, dass dies auf die politischen Spannungen zurückzuführen sein kann. Auch eine schon geplante und terminierte Veranstaltung mit diesem zweiten Unternehmen ist im Moment in Frage gestellt.

Auch wenn die Spannungen nicht auf Saudi-Arabien beschränkt sind, hat der VDMA von vergleichbaren Vorfällen in anderen arabischen Ländern noch nichts mitbekommen.

Die Spannungen resultieren aus Meinungsverschiedenheiten zu den arabisch-iranischen Beziehungen, dem Krieg in Yemen, Waffenlieferungen und stehen auch in zeitlichem Zusammenhang zu Äußerungen des damaligen deutschen Außenministers zum überraschenden Rücktritt von Libanons Ministerpräsidenten während eines Aufenthalts in Saudi-Arabien.

Saudi-Arabien hat jetzt (19. März 2018) die staatlichen saudischen Unternehmen aufgefordert, nicht-notwendige Geschäfte mit deutschen Lieferanten einzustellen - erwähnt im Artikel ist vor allem der Börsengang Aramcos, der von der Deutschen Bank unterstützt wird.

Es ist zu hoffen, dass es dem neuen Außenminister gelingt, die Wogen wieder zu glätten. Bitte unterrichten Sie uns, wenn Sie Probleme mit saudischen Kunden haben, die Sie auf politische Probleme zurückführen.