Usbekistan investiert in den Gas- und Ölsektor

Gabriele Welcker-Clemens / VDMA

Milliarden Investitionen in die Veredelung und Verarbeitung von Gas und Öl sollen die usbekische Wirtschaft ankurbeln.

Obwohl Usbekistan über große Vorkommen an Erdgas, Erdöl, Uran und Gold verfügt, kommt es immer wieder zu Versorgungsengpässen. In der Vergangenheit wurde nur unzureichend in die Exploration bestehender und in die Erschließung neuer Erdöl- und Erdgaslagerstätten investiert. Bis 2021 sollen nun ca. 4 Mrd. US Dollar in Ausbau bestehender und in Erschließung neuer Lagerstätten gesteckt werden. Am Investitionsprogramm ist eine Vielzahl internationaler Geldgeber beteiligt.

Gleichzeitig wird Usbekistan seine Kapazitäten in der Veredlung und Verarbeitung erweitern und kräftig in seine Gas- und Petrochemie investieren. Auch hier wird das Land von internationalen Kreditgebern unterstützt. Herausragend sind hier der Aufbau eines Gas-Chemie Clusters im Gebiet Kaschkardarja. Dazu gehört der Anlagenkomplex Schurtan, der mit einer Investition von rund einer Mrd. US Dollar seinen Ausstoß an Polyethylen und Polypropylen bis 2021 verdreifachen soll (bis zu 450.000 Tonnen). Ferner soll im Cluster für rund vier Mrd. US Dollar eine Anlage für synthetische GTL- Kraftstoffe entstehen.

In der Region Jizzakh soll bis 2022 eine Ölraffinerie entstehen, in der dann Öl aus Kasachstan und Russland weiterverarbeitet werden sollen. Bestehende Raffinieren in der Region sollen modernisiert werden.

Der Ausbau der Produktion von Kraftstoffen ist für Usbekistans Wirtschaft extrem wichtig. Selbst der aktuelle Bedarf des Landes kann derzeit nicht gedeckt werden. Immer wieder kommt es zu Engpässen beim privaten Verbrauch und in der Industrie und Landwirtschaft. Will Usbekistan weiter wachsen muss hier dringend Abhilfe geschaffen werden.

Quellen: O’zbekneftgaz GTAI