Russland fordert mehr Lokalisierung von Automobilherstellern

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Das russische Industrieministerium möchte die Anforderungen an den Local Content für Autohersteller erneut erhöhen.

Laut Mitteilung der Wirtschaftszeit „Vedomosti“ möchte das russische Industrieministerium in der Automobilindustrie den Anteil der russischen Komponenten erhöhen. Nur die Hersteller, die die neuen Lokalisierungsanforderungen fristgerecht erfüllen, werden in Zukunft weiterhin an staatlichen Unterstützungsprogrammen oder Zollerleichterungen partizipieren können.

Derzeit kontrolliert der Staat einzelne Hersteller, zukünftig will er die Produktion einzelner Modelllinen kontrollieren. Das Industrieministerium hat eine Liste mit Produktionsschritten und einen Zeitplan für ihre Implementierung für jeden Fahrzeugtyp entworfen. So sollen bis 2019 bis 2019 Motoren, bis 2023 Automatikgetriebe und bis 2026 Elektromotoren vor Ort montiert werden müssen, vorausgesetzt der Hersteller will an staatlichen Förderungen teil haben. Mechanische Getriebe sollen bis 2023 vollständig aus russischen Komponenten gefertigt werden.

Während OEMs wie VW, Ford-Soller und Renault – Nissan bereits lokal montierte Motoren einbauen, stelle die Forderungen nach der Lokalisierung von Getrieben eine besondere Herausforderung für die Hersteller dar, schreibt Vedomosti.