Maschinenbau setzt auf Freihandel mit MERCOSUR

Atlas Copco

Der Maschinenbau befürwortet den Austausch von Freihandelsangeboten der EU mit dem MERCOSUR.

Um den Marktzugang in die MERCOSUR-Staaten besteht ein globaler Wettbewerb zwischen europäischen, asiatischen und US-amerikanischen Maschinen- und Anlagenbauern. Daher liegt es im europäischen Interesse mit der Wiederaufnahme der Handelsgespräche mit den MERCOSUR-Staaten den Grundstein für ein späteres umfassendes Handelsabkommen zu legen.

Das politische Umfeld hat sich seit 2010 fundamental verändert. Brasilien benötigt dringend neue Impulse für seine Wirtschaft. In Argentinien haben Neuwahlen einen Regierungswechsel hervorgebracht. Der neue Präsident Macri setzt wieder auf internationale Zusammenarbeit, unter Einhaltung internationaler Abkommen. Auch Argentinien benötigt internationale Erfolge, um neue Investitionen anzuziehen. Die EU sollte dieses politische Momentum nutzen und der neuen argentinischen Führung wie auch Brasilien konkrete Anreize zur Marktöffnung geben.

Innerhalb Lateinamerikas sieht sich der MERCOSUR handelspolitischer Konkurrenz durch die Alianza del Pacífo gegenüber. Dieser regionale Zusammenschluss von Chile, Kolumbien, Peru und Mexiko, der sich auch um Zollsenkungen bemüht, könnte als neue Investitionsregion dem MERCOSUR den Rang ablaufen.

Zudem hat China in den letzten Jahren massiv Kredite nach Lateinamerika gepumpt und baut im Maschinenbau von Jahr zu Jahr seine Absätze in Lateinamerika aus. Der MERCOSUR hat ein Interesse daran, von China nicht weiter abhängig zu werden. Er braucht zudem in der aktuellen Konjunkturkrise dringend wirtschaftspolitische Impulse.

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